EUROPA weitere

Jack Poels kommt aus der Provinz Limburg und schreibt und singt in seinem heimischen Dialekt – der aus den niederländischen Dialekten herausragt: Ein Freund, der sich an der Uni Amsterdam immatrikulieren wollte, wurde dort freundlich begrüßt: „Sie sprechen aber schon gut Niederländisch, bestimmt lernen Sie es auch noch richtig.“ – Wenn es beim ersten Hören als fremd klingt, nicht verzagen, außerdem sind alle Texte im Beiheft abgedruckt. Und für Leute vom Niederrhein klingt vieles vertraut, allein schon die Sprachmelodie.

Jack Poels tritt auch mit der Band Rowwen Hêze auf, hier nun also Solo, es ist seine zweite Solo-CD (die erste haben wir hier beim FM verpasst, Skandal!). Auf dem Cover sieht er aus wie ein Landedelmann, und so klingt er auch, höflich, verbindlich, sanft, irgendwie ländlich. Und doch erinnert sein Gesang auch an den frühen Degenhardt! Er hat alle Texte selbst geschrieben und tritt hier auch als Übersetzer in Erscheinung. Ein Lied über einen alten Luftpostbrief (dünnes, brüchiges Papier) ist im Original von Jeff Tweedy, das Lied über die Morgensonne („Ochtendzon“) stammt von Ron Sexsmith. Jack Poels müssen wir uns merken, ein wunderbarer Geschichtenerzähler aus einem an großen Liedermachern wirklich nicht armen Land. Jack Poels: II. Snowstar Records, www.jackpoels.nl (GH)

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Sechs Musiker, die mit mehrstimmigem Gesang, schamanisch ausdrucksvollen Formeln, Perkussion mit Bass und Tamburin Hörer verzaubern. Tradition und Zeit vereinen sich. Wer die Urtöne des Zentralmassivs in Frankreich kennt, der wird vertraute Töne hören und gleichzeitig exotisch berührt werden. Wie die Sechs so mit ihren Stimmen arbeiten, dass sie fast ohne Instrumente aus kommen, ist bewundernswert.

From Napolito belo Horizonte

Antonio Onorato & Toninho Horta

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Zwei Gitarristen, die wunderbare Stücke zum Klingen bringen. Herrliches zweistimmiges Spiel, zum Träumen, zum Arbeiten, zum Wohlfühlen, zum Tanzen, zum Einschlafen. Eine CD, die ich immer wieder hören kann. H

Die Quadratur des Kreises ist möglich. Jedenfalls in der Musik- manchmal. Und die scheint hier gelungen, denn das erste Stück auf der CD ist nicht traurig-melancholisch, wie es dem Fado zugeschrieben wird, sondern kommt frisch und fast fröhlich daher.

Belgische CD

WÖR aus Belgien kennen wir nun schon, haben ihre vorherige CD hochgelobt, und weil das Lob so hoch war, ist es schwer, das noch zu übertreffen. Und dabei hätten sie es verdient, die fünf Herren aus dem schönen und musikalischen Flandern werden immer noch besser. Das Repertoire auf dieser reinen Instrumental-CD stammt aus Sammlungen von Spielmannsmusik aus dem 18. Jahrhundert, die älteste von 1728, die jüngste von 1786. Wunderschön vorgetragen auf traditionellen Instrumenten mit kleinen Einsprengseln der Moderne wie dem Bariton-Saxophon. Sackpfeifen, Akkordeon und Carillon sorgen für den typisch flandrischen Klang, die CD heißt schließlich „Von Türmen“, und auf dem Cover ist logischerweise die Silhouette einer typischen flandrischen Stadt voller Glockentürme zu sehen.  Die Titel sind meistens kurz, „Berlo“ oder „Fiocco“, manchmal geheimnisvoll wie „BWV RdWÖRKed“. Immer wieder staunen wir, wie Melodien durch Europa gewandert sind, ein Stück auf dieser CD finden wir im Repertoire des legendären northumbrischen Pipers Billy Pigg, an anderer Stelle ist deutlich „Summ summ summ, Bienchen summ herum“ herauszuhören. Einfach wunderbar, eine musikalische Entdeckungsreise! Wör: About Towers, www.WeAreWord.com (GH)

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Amer inÄt Veld, Marieke Werner und Vanessa Diaz Gil singen und spielen, Mateusz Macharek, Bass und Francisco Leal Vázquez, Trompete, begleiten die drei Frauen.

Beibuch mit Texte in Französisch, Englisch und Flämisch, Liedtexte meist in Spanisch.

Musik und Texte von Sura Solomon, Amber in’t Veld und Marieke Werner.

Die melancholischen Lieder mit verwundbaren Inhalten aus der Slam Poesie haben einen feministischen, transkulturellen Hintergrund mit israelischen Traditionen.-

Past the Gates  

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Jota Martinez mit dem Ensemble Alfonsi spielt Maus aus der Zeit Alfonsos den 10, dem Weisen. Mit originalgetreuen Instrumenten aus dem 13. Jahrhundert zum Ruhm der Heiligen Maria.

15 Jahre wurde an der CD gearbeitet. Instrumente wurden nachgebaut, Musiken gesammelt und weitere im alten Stil dazu gestaltet Es wurde eine wunderbare Musik mit großen Klangqualitäten, wie es sie auf diese Art meines Wissens bisher nicht gibt. Gewisse Ähnlichkeiten bestehen zu Orffs Carmina Burana. Eine bedeutsame CD!   ***** 5 FM-Sterne

Zarabi

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Zusammen mit ihrem Quartett bringt die Sängerin eine gute, klischeefreie Auswahl von romanischem Folkvom Mittelalter bis heute. Dazu Romalieder und rumänische Doina. Dazu mit Lieder von Jacques Brel, und Donizetti, Lied aus Neapel, Kastilien, Portugal, Frankreich, Talien.

Begleitet mit Cimbalon, Hirtenflöte Bandoneon, Gitarre und Bass haben ihre Lieder einen weichen, sehnsuchtsvollen und doch freudevollen Klang, der sicheinprägt.

   
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