GITARRE + AKUSTIK

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Oregon waren eine legendäre Band der 70er Jahre, und die Namen der Mitglieder haben noch heute einen guten Klang: Ralph Towner, Paul McCandless, Glen Moore und Collin Walcott. Insgesamt spielten sie um die 80 Instrumente, der Stil, so die Pressemitteilung: Jazz, New Age, Fusion, Chamber Jazz. Das, was damals New Age genannt wurde, ist deutlich herauszuhören, asiatische und orientalische Einflüsse, sehr viel Musik von der Sorte, die dort zu hören war (und ist), wo Räucherstäbchen und sprechende Steine verkauft werden. Vieles klingt beruhigend, dann wieder aufrüttelnd, sie stellen ihrem Publikum dauernd Fallen, kaum ist man total entspannt und die Gedanken schweifen in die Ferne, schon kommt ein abrupter Rhythmuswechsel und man ist hellwach und will unbekannt irgendwelche Aktivitäten entfalten. Entsprechend lang sind die einzelnen Stücke – und manchmal, wirklich nur manchmal, schleichen sich auch folkige Klänge ein. Die Aufnahme – live in Bremen – ist von 1974, einige Jahre später wären sicher auch pseudokeltische Anklänge zu hören gewesen. Perfekt zum Weiterdichten im Kopf. Oregon: 1974, 2 CDs, MIG Music, www.mig-music.de (GH)

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Claus Boesser-Ferrari hat vor vielen Jahren einmal Jimi Hendrix gehört, und von Stund an war er bekehrt. Hendrixens Musik hat ihn sein Leben lang begleitet, und so ist diese CD nicht nur eine Hommage an dessen wegweisende Kunst, sondern auch eine Art Lebensbeschreibung. Das erzählt er in seinen Kommentaren, jedes Stück dieser reinen Instrumental-CD entspricht einer Station in seinem Leben. Und so entfernt er sich oft weit von seinem Vorbild, dessen Einflüsse aber dennoch immer zu spüren sind. Es geht los mit „The Wind Cries Mary“, Jimi Hendrix singt in seiner Version einmal „The wind howls Mary“, und damit geht es hier gleich los. Das mal als Beispiel für Boesser-Ferraris kreativen Umgang mit dem Originalmaterial. Eingefleischten Hendrixfans, die diese Versionen als persönliche Beleidigung auffassen, wünscht er „jetzt schon gute Besserung.“ Jimi Hendrix hätte ihnen vermutlich Krätze und Syphilis gewünscht, insofern geht es hier äußerst versöhnlich zu. Claus Boesser-Ferrari: The Wind Cries Mary, Acoustic Music, www.acoustic-music.de (GH)

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3 CDs und eine DVD mit Gitarrenmusik präsentiert uns der Rockpalast – jede CD mit legendären Namen: Peter Finger, Werner Lämmerhirt und Kolbe/Illenberger. Über Peter Finger wurde damals viel gelacht, nicht, weil an seiner musikalischen Virtuosität irgendetwas auszusetzen gewesen wäre, sondern wegen des Namens. Wie soll ein genialer Gitarrist schließlich anders heißen … Er liebt es bluesig und mit Bottleneck, auf der Live-Aufnahme sind auch seine Ansagen zu hören. Das steigert natürlich den Genuss, wenn er z.B. Goethes „Zauberlehrling“ als Theatervorstellung inszeniert und jede Person in der Ballade durch einen anderen Gitarrenstil und -rhythmus dargestellt wird. Er hat überhaupt einen Hang zu Goethe, kaum weniger dramatisch (aber ohne genaue Erklärungen): der „Erlkönig“. Werner Lämmerhirt, vielen vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Hannes Wader bekannt, hat nur englische Titel, auch bei Eigenkompositionen. An „Wintertime has come“ sehen wir, wie viel Zeit vergangen ist, es geht um die Schneekatastrophe von 1978. Als einziger der hier Vertretenen singt er auch auf diesen Aufnahmen, aber seine Stärke liegt einwandfrei im hinreißenden Gitarrenspiel (die englische Aussprache macht ihm doch arge Mühe). Martin Kolbe und Ralf Illenberger haben nur bis 1987 als Duo gespielt, ihre Liebe galt dem Fingerpicking, auch sie erklären dem Publikum, wovon die Stücke handeln, es klingt fetzig und folkig, manche Titel wirken trotzdem gruselig, z.B. „G’schteinigt“. Alles in allem eine Sammlung zum Wiederentdecken, oder vielleicht für die Nachgeborenen auch zum Neuentdecken, unbedingt zu empfehlen.

Rockpalast Acoustic 1979: Peter Finger, Werner Lämmerhirt, Martin Kolbe & Ralf Illenberger, MIG, www.mig-music.de (GH)

Konstantin Vassiliev - Meister der kubanischen Musik (Buch & CD)

25 Stücvke leicht arrasngiert inclusiver MP3 - Dowloads - CD, Noten und Tabulatur, Mini-Lexikon

Die kubanische Musik ist ein herrliche, schungvolle Mischung afrikanischer und europäischer Traditionen.

Die 28 Stücke sind nur mittelschwer eingängig bis weltbekannt.

76 Seiten

fingerprint.de

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Evgeni Finkelstein – Russian Guitar Music – Unknown Masterpieces.    v-zero

Der russische Meister der klassischen Gitarre legt hier eine CD vor, auf der er einen kleinen Ausschnitt aus der russischen komponierten Gitartrenmusik der letzten 200 Jahre präsentiert. Wer nun aber so was wie den Kasatschok à lvan Rebrock erwartet, dürfte enttäuscht sein. 

Dafür ist es aber ein Schmankerl für Liebhaber der komponierten Musik für klassische Gitarre. Die Musik der russischen Komponisten über die 2 Jahrhunderte, von Nikolai Makarov bis Julia Finkelstein, inclusive 2 eigener Stücke, unterscheidet sich aber von entsprechenden westeuropäischer nicht mehr als z. B. Vivaldi von Purcell, durchaus haben die Komponisten eine eigene Handschrift, aber exotisch ist die wahrlich nicht.

Das beiliegende Booklet enthält mehr Infos zu Komponisten und Interpret.

Für Liebhaber der klassischen Gitarre, die auch neuzeitliche Kompositionen mögen, empfehlenswert.

Die CD bringt es mit 23 Stücken auf 52 Minuten.

Galileo 319.1616.2

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Jaques Stotzem – Handmade.  v-zero

Der „Altmeister“  Jaques Stotzem hat mal wieder eine CD eingespielt. Mit 10 Stücken hat er 40 Minuten Gitarrenmusik im Folk-Fingerpicking-Stil produziert, wie der Titel aussagt, natürlich von Hand gemacht. Dabei sind die  Stücke im Gegensatz zu denen der früheren Meister Werner Lämmerhirt, Leo Kottke etc. eher ruhig, melancholisch, mit einem Schuss Blues und auch Jazz. Schöne Melodien, sehr entspannt zu hören, alles ganz unprätentiös, die Soundverbesserungseffekte sehr unauffällig eingesetzt.

Beim Hören kommen allerdings durchaus Erinnerungen an Lämmerhirt, Sigi Schwab, David Qualey und Klaus Weiland mit ihren eher relaxten Stücken auf.

Accoustic Music Records 391.1617.2

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Harald Haugaard & Helene Blum Julerosen.  Westparkmusicnetcologne.de

Fein, schwebend, wohlklingend mit wunderbarer Stimme von Helene gesungen und meisthaft von Harald auf der Geige begleitet und von guten Musiken aus Finnland, Schweden und Dänemark unterstützt. Helene und Harald zählen zu den bekanntesten Folkloristen Dänemarks. Nachdem sie geheiratet haben, sind sie noch besser geworden.

Es ist eine besonders schöne Auswahl eils neuerer Weihnachtlieder und -Melodien aus Skandinavien. Dabei ist eine Weihnachtspolonaise und auch ein Lied Österreich.

Das Beibuch ist wieder großartig, wie meist bei Westpark.

 Helene Blume &  Harald Haugaard     Julerosen. www.westpark.de

Wenn die beiden verheirateten dänischen Meister eine CD herausbringen, dann ist es ein Meisterwerk. Helene als Sängerin und Liedersammlerin und mit der Gitarre und Harald mit der Geige. Bei einzelnen Stücken spielen auch befreundete, skandinavische Musiker mit.

Die CD „Julerosen“ ist eine CD nordischer Weihnachtslieder mit wunderschönen Melodien und großartig gespielt. Ein Kauf-Tipp jetzt schon fürs nächste Weihnachten. h

   
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